Am letzten Morgen wird der Rest gepackt, das letzte Hotelfrühstück eingenommen und obwohl der Checkout bis 12 möglich ist, drängelt um 10 Barbara. Dabei geht der Flieger doch erst um 16 Uhr.
Wir sind in ca. 20 Minuten bei Alamo am Mietwagenterminal. Keine Probleme bei
der Abgabe.
Kurze Zeit später ist unser Gepäck auch schon im Shuttlebus und es geht Richtung
Terminal.
Dort angekommen – es ist kurz vor 11 – finden wir nur an einem Schalter ein
Lebenszeichen von LH.
Die ganze Schalterreihe ist von Etihad belegt. Wir setzen uns… Warten.
Irgendwann ist das Checkin von Etihad zu Ende und jemand kommt und beginnt
alles auf Lufthansa umzubauen. Auf den Schirmen wird die Meldung ausgegeben,
dass der Checkin um 13 Uhr beginne.
Man legt die Schlangen an, Schilder werden aufgestellt. Als ich mir
Gepäckanhänger besorge, sagt mir eine Latinodame, dass der Checkin um 12.15
beginnt. Sie sollte noch meine „Freundin“ werden.
Als die Vorbereitungen fertig sind, stelle ich um kurz vor 12 unsere Koffer
schon mal auf die Poleposition.
Um 12.05 gehe ich noch mal auf die Toilette und Richard kommt mir schon
entgegen, weil der Checkin schon um 12.10 begonnen hat. BuS sind da noch
unterwegs.
Suspekt ist der Latinodame, die uns eincheckt und scheinbar das Sagen hat, wohl,
dass wir eine Tasche bei unseren Freunden aufgeben wollen….
Außerdem natürlich mein Handgepäck. Das wolle sie wiegen. Natürlich zu schwer
und der Verweis auf insgesamt 24 kg, nämlich 3 mal 8, findet kein Gehör.
Umpacken.
Da hasse ich sie das erste Mal. Und oben am Gate würden sie auch noch mal
kontrollieren als ich es unter 8 kg geschafft hatte.
Wir packen natürlich zurück. BuS kommen und geben unsere Tasche mit auf – ja
das wusste sie ja schon. Breites überhebliches Grinsen…
Die Sicherheitskontrolle geht flott und ohne Probleme. BuS verschwinden in der
Lounge, während wir uns im Terminalbereich vergnügen.
Ich erwerbe ein Nackenhörnchen, was Barbara und Richard schon seit Jahren haben, ich aber bisher verweigerte. Richard musste es natürlich sofort ausprobieren, ob es besser als seins ist.
Wir essen noch etwas bis wir uns ans Gate setzen, dann kommen auch BuS.
Die Hamm steht auch schon bereit.
Latina führt auch oben ein hartes Regime. Alle 12 LHBs sind jetzt oben, haben
eigentlich kaum was zu tun. Also schikanieren wir mal die Paxe. Mehrfache
Durchsagen, man würde das Handgepäck kontrollieren, man solle Pässe und
Bordkarten in einer bestimmten Weise aufgeklappt haben.
Dann beginnt das Prioritiy Boarding und dann das Business Boarding.
Die Ecos sind nach Reihen sortiert und irgendwie sind es vier statt drei. Das
kriegen die Drachen von LH schon hin.
In der ersten Reihe hat jemand seinen Pass nicht aufgeklappt. Oh das gibt
Mecker…
Mit verschränkten Armen steht Latina-Boss an der Gatetür und schaut jeden mit
Argusaugen an. Wenn Blicke töten könnten. Todesmutig fahre ich mit meinem Trolly
an ihr vorbei. Sie wird doch nicht.
Nein – sonst hätte ich ihr ein paar passende Worte auf Deutsch gesagt, die sie
mit Sicherheit nicht verstanden hätte – wozu fliege ich eigentlich eine deutsche
Airline?
Die Crew ist auch nicht wirklich der Brüller. Als Abendessen gibt es Chicken or Pasta – was sonst. Beides wie oft auf dem Rückflug nicht der Brüller.
Ich habe mir vier Filme rausgesucht. Einen schaffe ich, dann holt mich das
Nackenhörnchen in den Schlaf. Zwar immer nur Schlummerphasen, aber so viel habe
ich selten geschlafen.
Währenddessen schauen meine Beiden irgendwie vier oder fünf Filme und schlafen
gar nicht.
Warum sprechen eigentlich die LHBs an Bord immer in Englisch mit mir, sie
müssten doch langsam merken, dass ich immer auf Deutsch antworte…
Irgendwann gibt es Frühstück.
Ich bin froh, dass ich unmittelbar vor dem Toilettenblock sitze, so kann ich
das gleich zweimal frühstücken – vorwärts und rückwärts…
Auf dem Monitor kommt die Heimat in den Blick – auch wenn es erst mal zum Umweg
nach Frankfurt geht.
Der Pilot erzählt etwas davon, dass wir es von der Landebahn gar nicht so
weit zum Gate hätten.
Wir landen auf der Startbahn West und fahren m.E. immer noch ein wenig.
Dann stehen wir – auf dem Vorfeld. Ja prima wir haben ja auch nur 1:15 bis zum
Weiterflug. Wir hören, dass die Maschine morgen gewartet wird und deshalb dort
steht.
Dann beginnt die 25 Minuten dauernde kostenlose Rundfahrt über den
Frankfurter Flughafen. Vorbei an A/Z ganz entlang nach B3. Das letzte Ende.
Unten werden wir schon empfangen. Unser Gate ist geändert statt A52 ist es jetzt
A63…
Entlang von B. Mit dem Aufzug zwei Etagen tiefer in den langen Tunnel. Das Band
ist defekt. Ächtz.
Wieder hoch zwei Etagen. Halt stopp – von B nach A geht es nur durch die
Sicherheitskontrolle.
Fast Lane ist Slow Lane. Dort ist das unfähigste Personal. Jeder wird geflilzt.
Bei mir entdecken sie die kleine Kamera. Der Sprengstofffuzzi steht schon
bereit. Ich sage dann zur Kontrolletti, dass wir dann doch auf die
Fotoausrüstung warten sollten, das wäre dann ein Aufwasch.
Darauf darf ich die kleine Kamera wegpacken und die Fotoausrüstung wird diesmal
nicht beanstandet. Geschissen ihr Geier…
Nun noch den Weg zu A63. Unterwegs muss ich mir bei dem Tempo noch ein Wasser
kaufen, sonst verdurste ich.
Als wir ankommen warten BuS schon und der Last Call ertönt. Mit hängender Zunge
erreichen wir das Gate, bevor es zugemacht wird.
Unten ist kein Bus für die nächste Flughafenrundfahrt. Der Typ vom Gate meint,
das war es – er wäre fast gelyncht worden. Dann kam der letzte Bus, wir fuhren
an der Herne vorbei und wären von Flieger zu Flieger vielleicht 2 Minuten
gelaufen. Die letzten Passagiere vom Bus vorher waren noch nicht drin.
Die LHB stürmt heran. Mein Handgepäck müsse aufgegeben werden. Ich sage ihr, dass sie das knicken kann – Laptop und Fotoausrüstung würde ich nicht aus der Hand geben. Irgendwann geht es doch.
Dann stehen wir noch eine dreiviertel Stunde – es wird u.a. Gepäck
ausgepackt, da haben es wohl welche nicht mehr geschafft…
Habe ich schon mal gesagt, dass ich Frankfurt Airport gar nicht mag.
Irgendwann folgt der Hüpfer nach Düsseldorf, unser Gepäck hat es tatsächlich
geschafft, Bernd wartet auf uns und BuS suchen dann Simone.
Damit ist die
Around Texas Tour 2015
leider zu
E N D E
Gefahrene Strecke: ca.11 Meilen
Unterkunft: An Bord der LH Maschine Hamm
Essen: An Bord der LH Maschine Hamm
© 2015 Ralph-Erich Hildebrandt